Nachhaltige Logistik als Wettbewerbsvorteil: Wie die Roman Mayer Logistik Group neue Maßstäbe setzt

Einleitung

Ob Paketdienstleister, Schwerlastverkehr oder Stückgutlogistik – kein anderer Wirtschaftssektor ist so stark in Bewegung wie die Transportbranche. Doch genau diese Mobilität steht auch im Zentrum der Klimadiskussion: Emissionen, Energieverbrauch und Infrastrukturbelastung verlangen nach neuen Wegen.
Ein Unternehmen, das dabei mutig voranschreitet, ist die Roman Mayer Logistik Group. Als jüngster Preisträger des renommierten europäischen Nachhaltigkeitspreises von Henkel zeigt sie, wie ökologisches Handeln und ökonomischer Erfolg Hand in Hand gehen können.


Nachhaltigkeit in der Logistik: Druck von allen Seiten

CO₂-Reduktion trifft auf Kosten- und Kundenanforderungen

Die Logistikbranche steht vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits wächst der Güterverkehr unaufhaltsam – auf deutschen Straßen um rund 4 % jährlich –, andererseits steigen Anforderungen an Umweltstandards, etwa durch das Lieferkettengesetz oder CO₂-Zertifikate.
Gleichzeitig erwarten Auftraggeber zunehmend messbare Nachhaltigkeitsbemühungen ihrer Dienstleister. Wer keine „Green Credentials“ nachweisen kann, riskiert Ausschluss aus Ausschreibungen – besonders bei internationalen Konzernen.


Die Roman Mayer Logistik Group: Nachhaltigkeit im Alltag

Die Roman Mayer Logistik Group mit Hauptsitz in Gersthofen zeigt, wie moderne Logistik nachhaltig gedacht wird:

Auszeichnung mit dem europäischen Nachhaltigkeitspreis 2025

Im Rahmen einer europaweiten Bewertung unter rund 700 Lieferanten erhielt Roman Mayer den Henkel-Award für Nachhaltigkeit („Sustainovation Partner of the Year“). Bewertet wurden dabei:

  • Elektrische Schwerlast-LKW auf zentralen Versorgungsrouten
  • Eigene Ladeinfrastruktur mit Photovoltaikanlagen
  • Innovatives Wärmekonzept in Logistikzentren
  • Umfassendes Umweltmanagementsystem

Mit diesen Maßnahmen überzeugte das Unternehmen nicht nur die Jury – sondern auch internationale Geschäftspartner wie Henkel Adhesive Technologies.

Zitat aus der Preisverleihung:

„Mit diesem Satz: ‚Wir handeln nachhaltig, weil wir können – nicht weil wir müssen‘, wurde das Engagement von Roman Mayer auf den Punkt gebracht.“


Warum nachhaltige Logistik mehr als ein Trend ist

1. Nachhaltigkeit senkt langfristig Kosten

Durch E-LKW, eigene Stromproduktion via Photovoltaik und moderne Wärmekonzepte lassen sich langfristig Betriebskosten senken – trotz hoher Anfangsinvestitionen. Förderprogramme wie das BMDV-Förderprogramm für klimafreundliche Nutzfahrzeuge bieten finanzielle Unterstützung für Mittelständler.

2. Nachhaltigkeit sichert Kunden und Märkte

Große Kunden wie Henkel, Bosch, Siemens oder BMW fordern ESG-Nachweise in ihren Lieferketten. Wer diese nicht erfüllt, wird langfristig ersetzt – Nachhaltigkeit wird zum Türöffner für neue Aufträge.

3. Nachhaltigkeit motiviert Mitarbeitende

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels spielt der Purpose eine Rolle. Unternehmen mit klarer ökologischer Haltung gelten als attraktiver Arbeitgeber – besonders bei der jüngeren Generation.


Herausforderungen bei der Umsetzung – und wie man sie meistert

Auch Roman Mayer musste lernen, dass nachhaltige Logistik kein Selbstläufer ist. Besonders Mittelständler sehen sich mit Hürden konfrontiert:

  • Hohe Investitionen: E-LKW und PV-Anlagen kosten – eine detaillierte ROI-Planung ist essenziell.
  • Ladeinfrastruktur: Es braucht Platz, Stromkapazitäten und zuverlässige Partner für Installation und Wartung.
  • Technologiewechsel im Fuhrpark: Mitarbeiterschulungen, Wartung, Ersatzteile – ein echter Kulturwandel.
  • Regulatorische Komplexität: Förderanträge, Emissionsnachweise, Genehmigungen – hier helfen Beratungsnetzwerke der IHKs, Förderbanken oder GreenTech-Clustern.

Praxis-Tipps für andere Logistikunternehmen

Ob Spedition, Lagerbetreiber oder Transportunternehmen – folgende Schritte haben sich laut Expert:innen und Branchenvorreitern wie RM bewährt:

  1. Pilotprojekte starten: Testeinsatz von E-LKW auf planbaren Strecken mit festen Ladepunkten
  2. PV + Ladeinfrastruktur kombinieren: Energieautarkie erhöhen, Netzbelastung senken
  3. Förderprogramme nutzen: z. B. BMDV, KfW-Programme, Länderförderung für Fuhrparkmodernisierung
  4. Zertifizierungen anstreben: ISO 14001, EMAS oder ESG-Bewertungen für Kundenbindung
  5. Kooperationen suchen: Energieversorger, Kommunen, Hochschulen & Netzwerke einbinden

Blick in die Zukunft

Die EU-Logistikstrategie sieht bis 2050 eine nahezu emissionsfreie Transportinfrastruktur vor. Wer heute handelt, hat morgen die Nase vorn – technologisch, wirtschaftlich und reputationsseitig.

Roman Mayer zeigt, dass Nachhaltigkeit nicht nur in der Theorie funktioniert. Durch kluge Investitionen, Mut zur Innovation und gelebte Verantwortung wird der Mittelstand zum Impulsgeber – und beweist: Auch als familiengeführtes Unternehmen kann man international Maßstäbe setzen.


Fazit

Nachhaltigkeit in der Logistik ist längst keine Kür mehr – sie wird zur Pflicht. Doch wie das Beispiel der Roman Mayer Logistik Group zeigt, kann diese Pflicht zur unternehmerischen Chance werden.
Klimaschutz, Kundenbindung, Kostensenkung und Innovationsführerschaft sind keine Gegensätze – wenn man Nachhaltigkeit ganzheitlich denkt.

Wer heute investiert, liefert morgen besser – und fährt ganz vorne mit.

FAQs – Häufige Fragen zu nachhaltiger Logistik

Was ist nachhaltige Logistik?
Nachhaltige Logistik zielt auf emissionsarme, ressourcenschonende Transport- und Lagerprozesse – z. B. durch E-Fahrzeuge, Energieeffizienz, PV, Wiederverwertung und optimierte Lieferketten.

Was kostet ein elektrischer LKW im Vergleich zu einem Dieselmodell?
Ein E-LKW kann je nach Modell 1,5 bis 2,5 Mal teurer sein – jedoch durch geringere Betriebskosten, geringeren Wartungsaufwand und Fördermittel relativiert sich die Investition.

Welche Förderungen gibt es für nachhaltige Logistik?
Programme des Bundesverkehrsministeriums (BMDV), BAFA, KfW und regionale Förderstellen unterstützen Fuhrparkumstellung, Ladeinfrastruktur, Energieeffizienzmaßnahmen und Digitalisierung.

Wie können sich mittelständische Logistikunternehmen vorbereiten?
Durch Pilotprojekte, Beratung durch IHKs, Teilnahme an Innovationsnetzwerken (z. B. Logistik-Cluster Bayern), partnerschaftliche Kundenkommunikation und schrittweise Strategieentwicklung.